Blankenburger Süden

Foto: Jörg Farys, die projektoren, Berlin

Beteiligung beteiligen – eine schöne Herausforderung im Blankenburger Süden (Berlin)

Der Senat Berlins hat beschlossen, viele neue Wohnungen zu schaffen. Dafür soll auch neu gebaut werden. Ein möglicher Standort befindet sich zwischen Blankenburg, Heinersdorf und Malchow im Norden der Stadt.

Hier besteht die Chance, auf einem landeseigenen Grundstück ca. 5.000 Wohnungen zu entwickeln. Im Moment finden die Vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme statt. Das heißt, ein Team aus Fachplanerinnen und Planern (DSK / PFE) untersucht im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Bestand und entwickelt Alternativen dazu, ob und wie eine Bebauung realisiert werden könnte.

Ende 2018 soll politisch beschlossen werden, ob eine Entwicklungsmaßnahme der richtige Weg für das Projekt ist und welche Art und welches Maß der Bebauung machbar und sinnvoll erscheinen.

Wir haben gemeinsam mit der Zebralog GmbH & Co KG den schönen und außergewöhnlichen Auftrag bekommen, schon in dieser frühen Phase ein Kommunikations- und Partizipationskonzept gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und in enger Abstimmung mit dem Team aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zu entwickeln. Ja, richtig gelesen! Schon die Beteiligung selber wird beteiligt.

Das ist angesichts der drängenden und heute schon anliegenden (Verkehrs)probleme in der Gegend nicht so ganz einfach. Aber wir treffen auf unglaublich mitwirkungsbereite Anwohnerinnen und Anwohner, die sich schon in einem eigenen Forum zusammen geschlossen haben und wir treffen auf eine fachlich sehr gut aufgestellte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Ende Juli wird das Konzept dann hoffentlich fertig sein. In ihm werden unter anderem die Entscheidungskorridore aufzeigt, die bis zum Ende der Voruntersuchungen überhaupt vorhanden sind und die Entscheidungswege und -spielregeln beschrieben, die das Fundament für einen fairen Dialog sein können. Der Weg dort hin ist viel mehr als Bürgerbeteiligung, er ist vor allem strategische Kommunikation mit den Beteiligten aus den unterschiedlichen Planungsebenen (Bezirk Senat) und Planungsfeldern (Verkehr, Umwelt, Wohnen, Stadtplanung,…).

Wenn es so weiter geht, gibt es eine gute Chance für einen allseits fairen, mit klaren Mitwirkungsspielräumen organisierten Beteiligungsprozess. Der hoffentlich allen, die ihre Zeit investieren auch noch Vergnügen bereitet. Dazu wollen wir auf jeden Fall unseren Beitrag leisten!

Download PDF-Dokumentation zur Veranstaltung

Besonders wertvoll: Der Senat beantwortet alle gestellten Fragen öffentlich in einem ausführlichen FAQ-Bereich:

Link zum FAQ-Bereich der Stadtentwicklung

10.03.2017 Ein Beitrag von Frauke Burgdorff